TIME: #MeToo-Bewegung ist Person des Jahres 2017 (nicht Donald Trump)

Rosemcgowan
Rose McGowan kämpft mit ihrer #RoseArmy für Opfer sexueller Gewalt | Instagram

Die #MeToo-Bewegung ist die “Person” des Jahres 2017, auch wenn Donald Trump das anders sehen wird. Das TIME Magazine verkündete heute seine Entscheidung in der traditionsreichen Wahl.

#MeToo, vom TIME Mag als “Silence Breakers” betitelt, wurde bereits 2006 von der Aktivistin Tarana Burke ins Leben gerufen, aber erlangte dieses Jahr eine ungeahnte Aufmerksamkeit, nachdem zahlreichen Hollywood-Männern wie Harvey Weinstein, Kevin Spacey und Brett Ratner sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz vorgeworfen wurde.

Fast im Stundentakt konnte mit einem neuen Vorwürf gerechnet werden, nachdem Lustmolche jahrzehntelang nahezu unbemerkt ihr Unwesen in der Traumfabrik trieben.

Doch wer jetzt noch glaubt, mit seinem Verhalten davonzukommen, sollte sich das besser zwei Mal überlegen.

Nachdem “Charmed”-Star Alyssa Milano den Hashtag #MeToo am 15. Oktober auf Twitter verwendete, ging das Ding durch die Decke. In mindestens 85 Ländern wurde eine Trending Topic daraus. Seitdem kursieren auch verschiedene landesspezifische Versionen wie #YoTambien in Spanien.

Auf dem Cover der Person of the Year Ausgabe sind unter anderem Frauen wie Taylor Swift und Ashley Judd zu sehen. Taylor ging gerichtlich gegen einen Grapscher vor und gewann den Prozess. Judd wurde 1997 vom mächtigen Filmproduzenten Harvey Weinstein sexuell belästigt.

Auch die Schauspielerinnen Selma Blair und Rose McGowan wurden Opfer sexueller Übergriffe. Dass es nicht nur Frauen betrifft, zeigt der Fall Terry Crews. Der “Brooklyn Nine-Nine”-Star wurde auf einer Party von einem anderen Mann begrapscht. Lange Zeit hielt er dicht, doch im Zuge des ganzen Belästigungsskandals in der Unterhaltungsbranche brach auch er sein Schweigen.

Für Aufsehen sorgte die Behauptung Donald Trumps, er sollte vom TIME Magazine zur Person des Jahres gewählt werden, habe aber dankend abgelehnt. Die Publikation bestritt allerdings, in Kontakt mit dem Präsidenten getreten zu sein.

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