„Roseanne“ Reboot abgesetzt: „Bin keine Rassistin, nur eine Idiotin!“

Dummer Tweet versetzt der Show nach nur wenigen Folgen den Todesstoß

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Roseanne ist heftig mit ihren Co-Stars verkracht | PRPhotos.com

„Wenn die Muslimbruderschaft und Planet der Affen ein Baby hätten, dann wäre VJ dabei rausgekommen“ – dieser eine Satz auf Twitter kostete dutzenden Leuten den Job, inklusive den von Roseanne Barr selbst, die ihn vom Stapel ließ.

Angeblich war es als Witz gemeint, was die Komikerin über die frühere Obama-Beraterin Valerie Jarrett schrieb. Nur scheint diesen kaum einer verstanden zu haben. Sie erntete nämlich nicht nur einen Shitstorm allererster Güte, sondern bekam auch umgehend die Kündigung von ABC zugestellt.

Dort lief seit ein paar Wochen das gut gemachte Roseanne-Reboot. Leider ist das nun bereits wieder Fernsehgeschichte.

Roseanne wird öffentlich als Rassistin beschimpft, obwohl die bekennende Trump-Anhängerin felsenfest behauptet, keine zu sein. „Ich bin keine Rassistin, nur eine Idiotin, die einen schlechten Witz gemacht hat“, tweetete sie in einer ihrer zahlreichen Nachrichten seit Beginn des Internetsturms.

Selbst Roseannes Co-Stars distanzieren sich von der Schauspielerin.

Sara Gilbert, die ihre Serientochter spielte, schrieb: „Roseannes Kommentare über Valerie Jarret und so vieles mehr sind abscheulich und spiegeln nicht die Ansichten unseres Casts, unserer Crew und jedem anderen in unserer Show wieder.“

Seriensohn Michael Fishman wurde ausführlicher und ließ kaum mehr ein gutes Haar an Roseannes Verhaltensauffälligkeiten.

„Heute ist einer der schwersten Tage in meinem Leben. Ich bin am Boden zerstört. Nicht nur wegen dem Ende der Roseanne Show, sondern auch wegen allen, die mit Herz und Seele ihren Job ausübten, und die Zuschauer, die uns in ihren Wohnzimmern empfangen haben.

Ich verurteile diese Statements wehement. Sie sind verwerflich, inakzeptabel und widersprechen meinen Ansichten über das Leben und die Gesellschaft. Ich habe meinen Kindern immer vorgelebt und beigebracht, offen zu sein.Ich glaube, dass unsere Show danach strebte, verschiedene Hintergründe und Meinungen durch offenen Dialog zu begrüßen. (…) Wir müssen gegen Vorurteile, Hass, Engstirnigkeit und Ignoranz vorgehen, um die Gesellschaft zu einem besseren Ort für alle zu machen.“

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Sara Gilbert ist nicht mehr gut auf Roseanne zu sprechen | PRPhotos.com

Roseanne selbst entschuldigte sich inzwischen bei Valerie Jarrett und deren Familie. „Es tut mir sehr leid, einen schlechten Witz über ihre Politik und ihr Aussehen gemacht zu haben. Ich hätte es besser wissen sollen. Vergebt mir, dass mein Witz den schlechten Geschmack traf.“

Sie erklärte aber auch, dass sie Mitleid mit Präsident Donald Trump habe, weil er jeden Tag im Netz so gebasht werde.

„Ihr braucht kein Mitleid mit mir haben, Leute! Ich möchte mich bloß bei den hunderten von Menschen, wundervollen Autoren (alle liberal) und talentierten Schauspielern entschuldigen, die aufgrund meines dummen Tweets ihre Jobs verloren haben. Ich werde am Freitag bei Joe Rogans Podcast zu Gast sein.“

Zum Serien-Aus meinte sie: „Sie hatten andere Optionen, aber sie entschieden sich dafür. Und ich kann nicht ungeschehen machen, was ich getan habe.“