Attacke gegen Clinton: Donald Trump spricht von Wahlbetrug

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Donald Trump hat Angst vor einer nachträglichen Niederlage | PRN / PRPhotos.com

Donald Trump wird voraussichtlich am 20. Januar als 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika vereidigt, wenn nicht noch ein Wunder passiert. In mehreren Staaten soll es auf Antrag deutlich unterlegener Kandidaten Neuauszählungen geben. In Wisconsin sammelte die Grünen-Politikerin Jill Stein in nur zwei Tagen mehr als $5 Millionen für die Auszählung, weil Trump überraschend mit 22.177 Stimmen vor Hillary Clinton lag. Das Geld reicht sogar, um auch die Überprüfung in den Staaten Michigan und Pennsylvaniain die Wege zu leiten. Der Verdacht: Die Wahlmaschinen könnten durch Cyberattacken manipuliert worden sein.

Clinton schob zwar nicht selbst die Auszählungen an, soll sie jedoch im Hintergrund mit ihrem Team unterstützen. Wenn sich herausstellt, dass die Staaten zu Unrecht an Trump gingen, wäre Clinton die Last-Minute-Präsidentin.

Trump, der noch im Wahlkampf ankündigte, das Ergebnis bei einer Wahlniederlage nicht akzeptieren zu wollen, poltert nun selbst über die Unverfrorenheit seiner Konkurrenten.

„Hillary Clinton erkannte die Wahl an, als sie mich vor meiner Siegesrede und nachdem die Resultate da waren anrief“, tweetete Trump. „Hillarys Antwort in der Debatte über das Hinauszögern der Wahl: ‚Das ist fürchterlich. So funktioniert unsere Demokratie nicht. Das ist seit 240 Jahren so. Wir hatten stets freie und faire Wahlen. Wir akzeptierten das Ergebnis, auch wenn wir es nicht mochten.'“

„‚Wir müssen die Resultate akzeptieren und in die Zukunft blicken. Donald Trump wird unser Präsident sein. Wir schulden ihm einen aufgeschlossenen Geist und die Chance, zu führen.'“ Trump über die Neuauszählung der Stimmen: „So viel Zeit und Geld wird verschwendet – mit denselben Ergebnissen! Traurig.“

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Wird Hillary Clinton doch noch US-Präsidentin? | Kelly Spear / PRPhotos.com

Mutierte Donald Trump nach der Wahl plötzlich zum handzahmen Stubentiger, ist er nun wieder ganz der Alte. Er selbst spricht von Wahlbetrug, natürlich zu seinen Ungunsten. „Ich habe die landesweite Abstimmung gewonnen, wenn man die Millionen Leute abzieht, die illegal gevotet haben.“

Der Hintergrund: Trump hatte insgesamt über 2 Millionen Votes weniger, gewann nur aufgrund der Wahlmänner-Regelung die Präsidentschaft.

„Es wäre so viel leichter für mich gewesen, die Abstimmung anstatt die Wahlmänner zu gewinnen. Dann häte ich nur 3 oder 4 statt der 15 Staaten besuchen müssen, in denen ich war. Ich hätte noch leichter und überzeugender gewonnen! Ernster Wahlbetrug in Virginia, New Hampshire und Kalifornien – warum berichten die Medien nicht darüber? Einseitigkeit ist ein großes Problem!“

Die endgültigen Ergebnisse müssen bis zum 13. Dezember eingereicht werden. Vielleicht passiert ja doch noch ein Weihnachtswunder? Dann könnte die Welt wieder aufatmen.