Keine Zeit zu sterben wird zum teuersten James-Bond-Film aller Zeiten

Keine Zeit zu sterben ist insgesamt der 25. James-Bond-Film und gleichzeitig der letzte James-Bond-Film für Daniel Craig.

Der Film sollte eigentlich im April dieses Jahres in die Kinos kommen, aber aufgrund der Pandemie wurde der Termin auf November verschoben. Ein neuer Erscheinungstermin wurde für den 12. November in Deutschland festgelegt, weltweite Erscheinungstermine sollen folgen, einschließlich der Einführung in den USA am 25. November.

Daniel Craigs Amtszeit begann mit Casino Royale (2006), das vieles von dem, was in Bond-Filmen üblich war, über Bord warf, um einen Neustart zu wagen. Im weiteren Verlauf der Filme wurden aber immer mehr der klassischen Bond-Elemente eingeführt, wie Charaktere und Namen.

Daniel Craig hatte bereits angekündigt, dass er sich von der Rolle des James Bond zurückziehen würde, wenn er das Gefühl hätte, er wäre zu alt für die Rolle. Es sei bereits schwieriger geworden, fit genug für die Rolle zu sein, und es werden vermehrt Doppelgänger für Actionsequenzen eingesetzt.

Dieser Film wird der fünfte und letzte Auftritt von Daniel Craig als James Bond sein und da es auch Craigs vierzehntes Jahr in seiner Amtszeit ist, ist er somit auch der am längsten spielenden Schauspieler für James Bond.

Der Film beginnt in Jamaika, wo sich James Bond im Ruhestand befindet. Sein alter Freund, der CIA-Agent Felix Leiter, wird ihm jedoch einen Besuch abstatten, weil er seine Hilfe braucht. Jamaika war ein beliebter Ort, an dem der James-Bond-Autor Ian Fleming sein Zuhause fand, und als solcher verbrachte Bond dort sowohl in den Büchern als auch in den Filmen entsprechend viel Zeit. Daniel Craigs James Bond war jedoch noch nicht dort gewesen. Somit hätte der bekannte Schauspieler nicht seine Chance verpasst auf diese Weise Teil der Bond-Geschichte zu werden, wenn er die Rolle nicht noch ein letztes Mal angenommen hätte. Und obwohl Daniel Craig vielleicht häufiger Schwierigkeiten hatte, James Bond zu spielen, war für ihn diese Rolle wichtig. Zudem ist er der Meinung, dass der neue Film die perfekte Gelegenheit ist, um sich gebührend von der Reihe zu verabschieden.

Keine Zeit zu sterben ist dabei zum teuersten James-Bond-Film geworden, der je gedreht wurde. Über 250 Millionen Dollar kostete die Produktion. Der enorme Aufwand bedeutet, dass Keine Zeit zu sterben die Kosten der beiden vorherigen Bond-Filme Spectre (245 Millionen Dollar) und Skyfall (200 Millionen Dollar) stark übertrifft.

Trotz all der Entwicklungen über die Jahre hinweg, blieb den Filmen ein inhaltliches Element erhalten, was man zum klassischen Bond-Element zählen könnte: Geld. Es ist ein immer wiederkehrendes Thema, sei es der Kampf um Geld oder das Glücksspiel um Geld. James Bond ist in den Filmen häufig in Casinos zu sehen und einer der Filmtitel ist sogar Casino Royale, aber welches ist das Lieblingsspiel von James Bond?

Bakkarat wird oft als das Lieblingsspiel von James Bond im Casino bezeichnet. Sowohl in Dr. No, Thunderball, On Her Majesty’s Secret Service als auch in GoldenEye sitzt er in den Casino-Szenen an einem Bakkarat-Tisch.

Bakkarat war schon immer ein beliebtes Kartenspiel in der High Society. Heutzutage gibt es drei populäre Varianten des Spiels: Punto Banco (oder „nordamerikanisches Baccarat“), Baccarat Chemin de Fer, dass auch als James-Bond-Spiel bekannt ist oder als französisches Baccarat und Baccarat Banque (oder „à deux tableaux“). Punto banco ist dabei ein reines Glücksspiel, bei dem es weder um Geschicklichkeit noch um Strategie geht; die Züge eines jeden Spielers werden durch die Karten erzwungen, die ihm ausgeteilt werden. Beim Baccarat Chemin de Fer und Baccarat Banque hingegen können beide Spieler Entscheidungen treffen, bei denen Geschicklichkeit eine Rolle spielt.

Im ersten James-Bond-Film Dr. No (1962) sieht man das erste Mal Bond Bakkarat spielen. Bond spielt für gewöhnlich Chemin de Fer. Der Name kommt von dem französischen Begriff „Eisenbahn“, die zur Zeit ihrer Entstehung – im neunzehnten Jahrhundert – das schnellste Verkehrsmittel war. Chemin de Fer ist eine der ältesten dokumentierten Versionen von Baccarat, die auf die napoleonische Ära in Frankreich zurückführt. Dieses Spiel war beim französischen Adel sehr beliebt und verbreitete sich schnell in England und den USA.

Warum sind aber Casino-Szenen in diesem Film-Genre so beliebt? Sie scheinen immer eine Rolle zu spielen – entweder als Ausgangspunkt für einen Raubüberfall oder als Schauplatz für Charaktere, die alles aufs Spiel setzen. Das Glücksspiel hat eine fesselnde Macht auf dem Bildschirm, die die Zuschauer mit dem Nervenkitzel und dem Risiko des Spiels in ihren Bann zieht. Um Spannung aufzubauen oder zu erzeugen, verleihen Glücksspiele wie Roulette oder Blackjack der Handlung eine entsprechende Atmosphäre und sorgen oft für besonders aufregende Szenen. Auch wenn sie oft in Nebenhandlungen oder als reine Actionszenen ausgedrückt werden, bietet das Casino als Kulisse den Filmemachern den zusätzlichen Faktor, der Spannung und hohes Risiko mit all der Aufregung und dem Glamour des High Rollers kombiniert.

Nicht nur in Filmen, sondern auch in der Realität erfreuen sich Casino-Spiele immer größerer Beliebtheit, insbesondere Online-Casinos verzeichneten ein sprunghaftes Wachstum während des Lockdowns. Spielautomaten waren bei weitem das beliebteste Online-Spiel, dicht gefolgt von Roulette, Blackjack, Poker und Baccarat. Einigen Berichten zufolge nahm der Verkehr von Online-Glücksspielen um 10-15 % zu und im März übertraf der Verkehr der Online-Casinos und Pokerräume sogar die höchsten Statistiken der letzten drei Jahre.

Nicht umsonst sind alle 007-Fans gespannt mit was für neuen aufregenden Casino-Szenen der neue James-Bond-Film aufwarten wird.