Stars und ihre Lieblingsspiele

Der Martini gerührt, nicht geschüttelt, der Abendanzug so maßgeschneidert wie das Schulterholster, und weit und breit nur Vertreter der Reichen und Schönen: James Bond Filme haben nicht nur zur Popularität von Casinos beigetragen, sondern auch deren Ruf als exklusive Luxuseinrichtungen für die High Society in Europa bestärkt.

Dabei sind die Spielbanken selbst in den glamourösesten Orten wie Monte Carlo, St. Moritz und Venedig längst egalitär geworden. Zwar gelten noch immer strikte Benimmregeln, und statt Sandalen und Shorts muss es gepflegt zugehen, aber Gäste kommen auch ohne blaues Blut oder dickes Konto in den Saal.

Noch egalitärer geht es online dank zahlreichen Anbietern wie 888 Casino, das mittlerweile per Smartphone oder Tablet bequem ins eigene Wohnzimmer geholt werden kann. Ob virtuell oder landbasiert, ist nicht nur der fiktive Superagent Bond ein häufiger Gast im Casino. So mancher Star enstpannt sich zwischendurch beim Zocken, und einige Prominente haben sich sogar ein zweites Karrierestandbein aufgebaut.

Golf-Legende Tiger Woods bevorzugt in der Freizeit Baccarat. Das Kartenspiel, bei dem gewiefte Strategen auf mathematisches Können zurückgreifen, um die Gewinnchancen zu verbessern, gehört zu den schnellsten Spielen, mit einfach zu erlernenden Spielregeln. Woods, dessen jährliches Einkommen auf rund 80 Millionen Dollar geschätzt wird, soll an einem einzigen Tag am Spieltisch eine Million Dollar gewonnen haben. Allerdings kann er sich hohe Einsätze leisten und auch ein paar verlorene Hände verschmerzen, ohne mit der Wimper zu zucken.

Auch Rapper P Diddy gehört zu den Blackjack-Fans, obwohl er nicht mehr ganz so häufig in Las Vegas am Spieltisch zu finden ist. Weil Berühmtheit zu ungewünschter Aufmerksamkeit führen kann, greift er inzwischen lieber online zu den Karten und bewahrt sich so seine Anonymität am Tisch.

Strategie, Technik und ein bisschen Glück gehören nicht nur auf dem Fußballfeld dazu, um als Sieger vom Platz zu gehen. Vielleicht ist es die Ähnlichkeit mit ihrem Sport, die so manche Fußballlegende in der Freizeit zum Poker zieht. Superstar Neymar, der seit dem Sommer 2017 als Stürmer beim FC Paris St. Germain unter Vertrag ist, gehört zu den prominentesten Pokerfans. Der Brasilianer soll sich nicht nur in Trainingspausen, sondern gelegentlich auch in der Halbzeit bei ein paar Online-Händen entspannen, um danach auf dem Fußballfeld wieder seinen Zauber zu entfachen, der dem französischen Meister die Rekordablöse von 222 Millionen Euro wert war.

Auch Cristiano Ronaldo, der wie Neymar zur Legende auf dem Fußbbalfeld geworden ist, greift in seiner Freizeit gern zum Pokerspiel. Eine längere Verletzungspause soll ihm 2015 die Gelegenheit gegeben haben, sich intensiv mit dem Spiel zu beschäftigen. Hinzu kommen die Nervenstärke und die Fähigkeit, selbst eine gelegentliche Niederlage einzusteckend, die Ronaldo genauso wie Neymar zu einem beachtlichen Pokerspieler gemacht haben sollen.

Das hat er nicht zuletzt im August 2016 einem Pokerduell gegen den ebenfalls als versierten Zocker geltenden „Breaking Bad“-Star Aaron Paul unter Beweis gestellt, als er den Schauspieler in einem Promiduell besiegte.

Überhaupt stehen Casinospiele bei etlichen Schauspielern hoch im Kurs. Matt Damon, der einer der Stars der „Ocean 11“-Serie war und auch privat ein Händchen fürs Spiel hat, und sein Freund und Kollege Ben Affleck, der zwischendurch durch Casinoverbote wegen unmäßigen Zockens Schlagzeilen gemacht hat, haben ihr Hobby erst im April 2020 für wohltätige Zwecke genutzt.

Die beiden Hollywood-Stars organisierten ein Promi-Turnier zugunsten von „Feeding America“, die gegen den Hunger in Amerikas Städten aktiv ist. Um sich einen Platz am Benefiz-Pokertisch zu sichern, mussten die Zocker 10.000 Dollar als Buy-In hinblättern. Tobey Maguire, Adam Sandler, Jon Hamm, Bryan Cranston, Sarah Silverman, Kevin Pollak und andere Größen ließen sich die Gelegenheit nicht nehmen, bei „All-In for Feeding America“ dabei zu sein. Am Schluss ging Poker-Profi Ebony Kenney als Nummer Eins hervor, gefolgt von Kevin Pollak. Der echte Gewinner jedoch war „Feeding America“. Matt Damon und Ben Afflecks Turnier brachte der Organisation rund 1,75 Millionen Dollar ein.

Ein bekanntes Gesicht am Pokertisch ist auch ein ehemaliger Leinwandstar, der vor allem in den „Chucky“-Horrorfilmen bekannt wurde. Jennifer Tilly, die 1989 eine Rolle in der Komödie „Lassen Sie es gehen“ hatte und dabei mit dem Spiel vertraut wurde, hatte auch nach Drehschluss weiter Spaß am Zocken. Allerdings dauerte es noch etliche Jahre, ehe sie dank ihrer Beziehung mit dem Pokerprofi Phil Laak ernsthaft Feuer fing.

Jennifer Tillys Talent am Spieltisch erwies sich als mindestens ebenso groß wie vor der Kamera oder auf der Bühne. Die Schauspielerin, die mittlerweile ihren Schwerpunkt auf den Profipoker verlegt hat, gewann 2005 als erste Prominente ein hochrangiges Pokerturnier. Bei der Pokerweltmeisterschaft, der World Series of Poker, holte sie beim Ladies‘ Event im No Limit Hold’Em den Sieg und einen Topf in Höhe von 1858.335 Dollar – ihr bisher größter Topf. Mittlerweile belaufen sich ihre Pokereinkünfte auf mehr als eine Million.

James Bond würde vermutlich über ihren Kleiderstil im Casino die Augenbrauen hochziehen, aber Jennifer Tillys Cowboy-Hut und die Spiegelbrille, die ihre Augen verdecken, sind auch bei Turnieren außerhalb der USA bekannt. Was sie beim Spielen trinkt, dürfte allerdings eher Wasser als ein Martini sein. Das James-Bond-Image vom Casino ist auch in der Hinsicht nicht hunderprozentig zutreffend. Wer sein Glück beim Zocken versucht, braucht einen klaren Kopf viel mehr als eine Luxusgarderobe.