Freitag , 24 Mai 2013

Julia Roberts | (c) Mario Testino / Lancomé
Nicht überall ist Hollywoods breitestes Lächeln so beliebt – „Pretty Woman“ Julia Roberts (43) dürfte heute beim Googeln ihres Namens nicht schlecht gestaunt haben, als dort auf einmal von einem Verbot einer ihrer Werbeanzeigen zu lesen war.
Was ist passiert? Die englische Werbeaufsicht mit dem Namen „Advertising Standard Authority“ (ASA) ist offenbar gar nicht mit der Retusche ihrer Kampagne für Kosmetikhersteller Lancomé einverstanden!
Es geht darum, dass zu viel Photoshop eingesetzt wurde, um Julia werbetauglich aufzuhübschen. Das würde ein falsches Schönheitsideal vermitteln, sagte die Politikerin Jo Swinson.
Dadurch wurde die Behörde auf die Werbeanzeige aufmerksam und hat sie kurzerhand verboten. Plötzlich ist Schluss mit lustig. Kein Perlweißlächeln mehr, keine glattgebügelte Haut.
Der Gedankengang ist natürlich nicht falsch. Junge Frauen sollen nicht drüber nachdenken müssen, wie sie sich die nächste OP finanzieren, sondern selbstbewusst mit ihrem natürlichen Aussehen umgehen.
Aber im Jahr 2011 gehört auch die Bearbeitung der allerschönsten Gesichter einfach zum Alltag. Das wird keine Regierung, keine Behörde und auch keine Frauenrechtlerin der Welt verhindern können.
Die Bilder wurden übrigens von Starfotograf Mario Testino geschossen, der auch schon Prinz William und Kate Middleton oder Kristen Stewart ebgelichtet hat.
Jetzt seid ihr am Zug, ist das Verbot gerechtfertigt oder übertrieben?
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Auf der einen Seite find ich es gut aber wieso beissen die sich jetzt bei Julia Roberts und Christy Turlington fest? Guckt euch doch die Magazine an, die Parfüm und Schminke in ihren Werbeanzeigen haben. Selbst junge Models haben keine Haut bei der man keine einzige Pore mehr sieht. Wenn sollte dann generell weniger Photoshop her und nicht nur bei den älteren Damen.
Ich finde gut, dass sie damit erst einmal einen Anfang gestartet haben. Manche Promis werden ja mittlerweile auf Fotos bis zur Unkenntlichkeit retuschiert und 50-jährigen sehen auf einmal aus wie 20. Haben die denn noch nie etwas von natürlicher Schönheit gehört?
Meine Güte, so läuft das nun mal in der Werbung. Klar ist das übertrieben, aber dessen muss man sich selbst bewusst werden. Medienkompetenz und so… Und zur Realitätssynchronisation – einfach mal Paparazzibilder von Promis beim Einkaufen angucken, die sehen teilweise ungeschminkt und gestylt noch schlechter aus als man selber.